Zwei-Tages-Festival
»white noise / black silence«
Event
So, 4.4.2010 / 19:00 Uhr /
Tagesticket: € 13,–
Kombiticket: € 18,–
Ein Projekt der Auszubildenden der Gasteig München GmbH
Dieses Zwei-Tages-Festival in der Black Box und im Kleinen Konzertsaal trägt nicht nur einen Gegensatz in seinem Namen, sondern charakterisiert sich ebenso durch die Wechselwirkung von ruhiger, atmosphärischer Stille im einen und brachialer Härte im anderen Saal. Das verbindende Element zwischen den musikalischen Welten bildet das Foyer zwischen den beiden Sälen, in dem man die Gegensätze dieser großen musikalischen Bandbreite des Festivals auf sich wirken lassen kann. Der Kleine Konzertsaal als ruhigerer Schauplatz wird von den Formationen Bohren & der Club of Gore, Kammerflimmer Kollektief, Liliath und SampleMinded bespielt, wohingegen sich in der Black Box Panzerballett, Lee Harvey & the Oswalds, Instrument und Alison Thunderland die Beats um die Ohren hauen. Hier gibt es zusätzliche Informationen über das Festival und die Bands.
Das Festival am Samstag
Alison Thunderland, 19 Uhr, Black Box
Ein letzter Blick zueinander. Der erste Song rollt los ... Adrenalin. Hitze. Energie. Fünf Herzen auf Strom, bereit einen Kurzschluss auszulösen – Alison Thunderland ist eine junge, deutsche Hard- und Metalcoreband. Internationale Vergleiche müssen die fünf Musiker nicht scheuen: Ihr atemberaubender Angriff mit emotional geladener Härte, in Kombination mit großartigen Melodielinien und sphärischer Instrumentierung verschlägt einem die Sprache.
Liliath, 20.20 Uhr, Kleiner Konzertsaal
Willkommen im filigranen, eigenwilligen Klangraum von Liliath, dem Orchester in seltsamer Besetzung. Die Musik, sie lacht und sie weint, sie liebkost und beißt und ist dabei unmittelbar und überraschend. Während die filmmusisch-avantgardistischen Eigenkompositionen erklingen und Videoprojektionen traumdurchwobene, bizarre Welten an die Wände zaubern , sitzt der Zuhörer wie eingesponnen in einen Kokon und betritt eine künstliche, eigenwillige Welt.
Panzerballett, 21.40 Uhr, Black Box
»Die Rammstein des Jazz« nennt sie Die Zeit. In Jan Zehrfelds Eigenkompositionen und Bearbeitungen bekannter Stücke werden Jazz, Funk und Metal auf kunstvolle, innovative Weise fusioniert. Nach dem Motto »Warum einfach, wenn es auch schwer geht?« werden filigran ineinander verzahnte Funk-Grooves mit brachial harten, rhythmisch komplexen Riffs und Jazzimprovisationen kombiniert: Headbangen mit Köpfchen.
Bohren & der Club of Gore, 23 Uhr, Kleiner Konzertsaal
Bohren und der Club of Gore, die Meister des Doom-Jazz, bewegen sich irgendwo zwischen David-Lynch-Abgründigkeit, schummriger Bar-Aura und einem Tenorsaxophonklang, der das Blut schockfrostet. Wenn die vier Männer aus Mühlheim/Ruhr und Köln ihren Instrumenten wie Bass, Fender Rhodes, Saxophon oder Vibraphon tiefgelegte Klänge entzaubern und die Keyboards Soundflächen legen, dann erfahren die Noten eine einzigartige Entschleunigung.
Das Festival am Sonntag
SampleMinded, 19 Uhr, Kleiner Konzertsaal
SampleMinded spielen basslastigen, psychodelischen Trip Hop mit weiblichem Gesang. In den von unkonventioneller Harmonik geprägten Songs finden sich Downbeat- und Dubstep-Elemente, Einflüsse aus der orientalischen Musik sowie Vintage-Akustik-Klänge. SampleMinded ist ein multimediales Projekt und legt besonderen Wert auf eine außergewöhnliche Gestaltung von Bühnenbild und Performance.
Lee Harvey & The Oswalds, 20.20 Uhr, Black Box
In einer abstrusen Rhythm & Blues Besetzung spielen Lee Harvey & The Oswalds »Metal Fusion«. Metal und Rock sind nur der Rahmen, in dem das Septett verschiedenste Musikstile von Funk über Blues bis hin zu Jazz zerlegt und wieder zusammensetzt. Live überraschen Lee Harvey & The Oswalds durch immer neue musikalische Gratwanderungen, ausgelassene Performance und skurrile Bühnenoutfits.
Kammerflimmer Kollektief, 21.40 Uhr, Kleiner Konzertsaal
Das Kammerflimmer Kollektief macht Musik jenseits aller Kategorisierun-gen: Sie schwebt irgendwo zwischen Jazz, Krautrock, Pop und Hölle in ihrem eigenen Himmel. 1996 von Thomas Weber gegründet, veröffentlichte das zwischen Präzision und Freiheit mäandernde Projekt in unterschiedlichsten Besetzungen bislang acht Alben. Live tritt Thomas Weber mit Heike Aumüller und Johannes Frisch derzeit als Trio auf.
Instrument, 23 Uhr, Black Box
Hardcore, Punk, Grunge und Indierock der 90er Jahres sind die Referenzpunkte dieser vierköpfigen Band. Dazu kommen die Affinität zu Jazz und instrumentaler Improvisationskunst, der Hang zu popmusikalischen Songstrukturen und zuckersüßen Melodien und die Erfahrung und das Wissen um die Kraft eines gut im Song platzierten Riffs. Instrument ist: Reduktion, Bombast, Lautstärke, Stille und, vor allem: Klarheit.
(GMG mit freundlicher Unterstützung von München Ticket, Kulturkreis Gasteig, Elektro Reithofer, Bitburger, Eckes-Granini und Gasteig Kult und Speise)

