ZWEITE HAUT
Ausstellung
Do, 16.2.2012 – Mi, 29.2.2012 / 08:00–23:00 Uhr / Glashalle, EG
Unter dem Titel »Wo hört die Kunst auf, wo fängt die Vermittlung an?« fördert das Kulturreferat der Landeshauptstadt München Kunstprojekte im Stadtraum, die neue Strategien der Vermittlung von Kunst im öffentlichen Raum untersuchen. Hierfür initiiert der Künstler Stefan Wischnewski das Projekt »Zweite Haut«, das die Verbundenheit der Münchner Bürger zu ihren Vereinen thematisiert und dabei eine partizipative Form der Kunstvermittlung betreibt.
Die Vereinsfarben, Wappen und Abzeichen unterschiedlichster Sport, Kultur- und Freizeitvereine funktionieren nicht nur als Zeichen der Einheit und der Zusammengehörigkeit, sie sind für die Anhänger längst zu einer »zweiten Haut« geworden.
Seit September 2011 sammelt Stefan Wischnewski in verschiedenen Vereinen Memorabilia, die zu einer »Münchner Vereinscollage« in Form eines Münchner Kindl-Gewandes vernäht und als Textilskulptur ausgestellt werden.
Auf diese Weise reflektiert der Künstler geschickt nicht nur das mannigfaltige »Fantum« in München, sondern auch die Identifikation mit der eigenen Stadt, die über den einzelnen Verein hinausgeht.
Der Aspekt des persönlichen Austausches und einer direkten Vermittlung ist für den Künstler dabei von großer Bedeutung. Wischnewski besucht die Mitglieder und tritt so in einen engen Austausch mit den lokalen Klubs und Vereinen. Er diskutiert mit ihnen über Fragen der Vereinssymbolik, wie auch der Kunstpraxis im öffentlichen Raum. Zusammen mit interessierten Mitgliedern arbeitet er dann in einem zweiten Schritt an der Umsetzung der Vereinscollage in seinem Atelier.
Durch diesen aktiven Einbezug der Vereinsmitglieder, werden nicht nur Einblicke in das kreative Arbeiten vermittelt, die Mitwirkenden sind Teil eines kollektiven Schaffensprozesses, dessen Ergebnis zunächst im Gasteig, dann in Vereinshäusern und weiteren halböffentlichen Orten im Stadtraum München zu sehen ist.
Mit Unterstützung des KR (GMG)

