Die Menschen der Münchner Tafel – Munich Street Collective Veranstalter

Die Menschen der Münchner Tafel – Munich Street Collective


| Glashalle, 1. OG

Eintritt frei

Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.



Ausstellung
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Münchner Tafel
Jede Woche rettet die Münchner Tafel ca. 125 Tonnen Lebensmittel vor der Vernichtung und verteilt diese dann an bedürftige Münchnerinnen und Münchner. Der Großteil der Lebensmittel stammt von den Filialen der Discounter und Supermärkte, der Lebensmittelindustrie und vielen gewerblichen Betrieben. Die Flotte von 18 Kühltransportern der Müncher Tafel sowie viele private PKWs fahren jede Woche über 800 Abholpunkte an. Von über 170 Sponsoren und Spendern werden Lebensmittel abgeholt, dann zum Lager gefahren und weiter zu den Verteilstellen – und das an 6 Tagen in der Woche. Um das zu bewältigen werden im Jahr über 400.000 KM gefahren – soviel wie 10 Mal um die Erde. Die Touren starten in der Regel um 7:30 Uhr an der Großmarkthalle und dauern bis ca. 17 Uhr. Zwischen der Abholung bei einem Spender und der Verteilstelle wird das Lager angefahren. Die dort bereits kommissionierte Ware aus Großspenden von Herstellern wird aufgenommen und an die Verteilstellen und sozialen Einrichtungen ausgeliefert.

Munich Street Collective
Zehn Mitglieder, zwanzig Augen, eine Leidenschaft – Straßen- und Dokumentarfotografie. 2017 gegründet und 2018 erweitert, besteht das Kollektiv heute aus:
• Felix Albrecht
• Daniel Booth
• Stefan Hellweger
• Sebastian Hermann
• Steffen Horak
• Philipp Merz aka Ludwig van Borkum
• Hanna Radek
• Nicole Struppert
• Daniel Tschitsch
• Mark Volz

Straßenfotografie zeigt eine Situation des Augenblicks, authentisch und ungestellt. Auch wenn es der Name suggerieren mag, die Aufnahmen dieses Fotografiegenres müssen nicht zwangsweise auf der Straße entstehen. Die Straße ist eher als Synonym für den öffentlichen Raum im Allgemeinen zu verstehen.

Die Straßenfotografie entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts und erlebte ihre Blütezeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Fotografen wie Vivian Maier, Garry Winogrand, Diane Arbus oder Joel Meyerowitz haben die kleinen Geschichten des Alltags ihrer Städte festgehalten, manchmal liebevoll, manchmal rauh und direkt, manchmal ironisch. In der Tradition dieser großen Vorbilder will das Munich Street Collective dieser Kunstform zu mehr öffentlicher Wahrnehmung und Gewicht verhelfen. Die Mitglieder sind der Überzeugung, dass die Dokumentation der Zeitgeschichte in einer künstlerischen Form ein wichtiger Dienst an den uns nachfolgenden Generationen ist. Hierfür werden Ausstellungen veranstaltet, die nicht nur der Betrachtung der Bilder dienen sollen, sondern auch dem Austausch und der Information über diese Kunstform. Die vergleichsweise hohe Anzahl an Mitgliedern ermöglichte dem Munich Street Collective auch größere Projekte zu verwirklichen, z. B. eine Präsentation unserer Arbeit im Rahmen des 4. Kunstarealfests oder eine große fotodukumentarische Serie zum 25-jährigen Jubiläum des Münchner Tafel e. V. So einig die Mitglieder sich in ihrer Passion für Straßen-und Dokumentarfotografie sind, so unterschiedlich sind ihre individuellen Stile. Diese und die unterschiedlichen beruflichen Backgrounds ermöglichen den Fotografinnen und Fotografen hierbei auf vielschichtige Weise an das Thema Fotografie in jeder Form heranzugehen.

(Munich Street Collective, Steffen Horak, Ismaning)